Batterietausch Xiaomi Plant Sensoren

Ich habe zur Zeit 11  Xiaomi Plant Sensoren im Einsatz, davon 3 im Außenbereich auf dem dem Balkon (Südseite).

Nach einer kontinuierlichen Nutzung von über einem Jahr (die ältesten Sensoren laufen ca. 18 Monate mit der 1. Batterie) sind bei einem Teil der  Xiaomi Plant Sensoren die eingebauten CR 2032 Batterien erschöpft und mussten ausgetauscht werden.

Die fallenden Batteriekapazitäten werden durch die Sensoren selbst per BLE-Protokoll (siehe auch  http://www.n8chteule.de/zentris-blog/2017/07/16/nit-xiaomi-plant-sensor-2-python-programming/ ) geliefert und in meiner Grafana-Anzeige dargestellt.

Fast alle Xiaomi Plant Sensoren funktionierten noch mit angezeigten 10% Restkapazität. Darunter kam es sporadisch zu immer mehr Mess- bzw. Kontaktausetzern der BLE-Übertragung.

Bestandsaufnahme

Vor allem die Sensoren im Außenbereich sind recht harten klimatischen Umwelteinflüssen ausgesetzt. Im Sommer traten Umgebungstemperaturen bis zu 45° Celsius auf. Beim gießen kam es zu Schwallwasser und im (letzten) Winter dann auch mal bis zu -11° Celsius in der Nacht.

Sensorzustand

Ich war überrascht, wie unbeeindruckt das Gehäusematerial diesen Einflüssen getrotzt hat. Das weiße Plastik zeigt kaum Verfärbungen und keine Zerfallserscheinungen durch die hohe UV-Bestrahlung:

(Der gelbliche Streifen ist / war ein Beschriftungsfeld (Thermodruck), das hat die UV-Strahlung der Sonne komplett „gelöscht“).

Die Funktion der orangen Dichtung ist im folgenden Bild sehr gut zu sehen: Schwall – und Gießwasser haben Erdreste aufgeschwemmt, das Batteriefach ist jedoch komplett sauber (und trocken):

Besonders war ich auf den Zustand der beiden „Beine“ des Sensors gespannt, welche sich ja nun viele Monate in direktem Erdkontakt befanden. Die Bodenchemie mit ihren Salzen, Säuren und Basen aber auch das im Boden lebende Getier und die Wurzeln der Pflanzen selbst setzen dem Material zu.

Um so überraschter war ich erneut, als die Sensoren „gezogen“ wurden und die „Beine“ so gut wie neu aussahen. Die verwendete Beschichtung der Sensoroberfläche ist überaus stabil.

Im oberen Bereich der „Beine“ sind geringfügige oberflächliche Beschädigungen, vermutlich durch Steine im Erdreich verursacht, zu sehen.

Das Bild zeigt den „schlimmsten“ Bereich von 6 Sensoren:

Auch die (verchromten) Kontakt für die Leitfähigkeitsmessung am unteren Ende des Sensors sehen noch fast wie neu aus:

Die mechanische Stabilität des Sensors ist als bemerkenswert!

Batterietausch

Der Batterietausch an sich ist recht einfach:

Man benötigt (pro Sensor) eine frische CR2032-Lithium-Batterie

Nachtrag nach ca. 4 Wochen nach dem Einstellen dieses Beitrags:
Ein Teil der von mir eingesetzten Batterie-Zellen lagen wohl schon zu lange herum, so dass ich diese in ein paar Wochen erneut wechseln muß.

Mit dem Daumennagel oder einer kleinen Münze wird der Gehäusedeckel vorsichtig aufgehebelt. Darunter ist die Batteriezelle in ihrem „Nest“ zu sehen.

Vorsicht mit dem orangefarbenem Dichtprofil: Es darf nicht beschädigt werden und muss nach dem Tausch wieder genau so sitzen wie im Bild zu sehen:

Mit einem kleine Schraubenzieher (flache Klinge) wird die verbrauchte Zelle aus dem Nest gehoben. Die neue Zelle sollte möglichst nicht mit den ungeschützten Fingern berührt werden: Durch Schweiß und ggf. Schmutz an den Fingern kann etwas davon auf die Batterie gelangen und durch Kriechströme die Batterielebensdauer verkürzen.

Nehmt die Batterie(n) aus ihrer Verpackung lege sie auf ein Tuch. Danach putze sie kurz ab und setze sie mit Hilfe des Tuches in den Batteriehalter ein.

In dem Moment, wo die Batterie eingesetzt wird, blinkt die oben befindliche Aktivitätsanzeige 2-3 mal schwach auf: Das ist eine Funktionskontrolle!
Wenn dieses Aufblinken nicht zu beobachten ist, ist entweder die Batterie leer, falsch herum eingelegt oder hat (aus welchen Gründen auch immer) keinen Kontakt.

Wenn die Funktionskontrolle erfolgreich angesprochen hat, kann der Sensordeckel nach Kontrolle des Dichtungsitzes aufgelegt werden. Dann fest zusammen drücken bis rings herum beide Gehäusehälften dicht aufeinander stoßen.

Das war’s !

Dauert pro Sensor (mit Reinigung)  nur wenige Minuten.

Ich hoffe euch nicht gelangweilt zu haben und würde mich freuen, wenn der eine oder andere eine (wie auch immer geartete) Rückmeldung schreibt, ob der Beitrag so ok war bzw. was ich verbessern kann.

Viele Grüße, das Zen 🙂

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